Initiative zur Doping-Prävention

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) kooperiert im Bereich der Prävention mit der Kölner Liste®. Die NADA hat dabei das Ziel, eine höchstmögliche Sicherheit gerade für Testpool-Athleten im Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) zu erreichen.

In diesem Zusammenhang hat die NADA Ergänzungen zum bestehenden Angebot der Kölner Liste® angeregt und einen weiterführenden Service initiiert. Dieser Service für Testpool-Athleten umfasst aktuell folgende Maßnahmen:

1. Ernährungsberatung zum Einsatz von NEMs

Ein reflektierter und professionell begleiteter Einsatz von NEMs reduziert das Risiko für Testpool-Athleten, in eine Dopingfalle zu tappen. Die Ernährungsberater an den Olympiastützpunkten stehen den Top-Athleten zur Beratung zur Verfügung. Durch drei einfache Fragen zum Einsatz von NEM kann jeder Testpool-Athlet einschätzen, ob ein solches Gespräch sinnvoll ist und sein persönliches Risiko minimieren. Mehr Infos

2. Verfügbarkeit getesteter Produkte für Athleten

Bisher konnten sich Athletinnen und Athleten auf der Kölner Liste® orientieren, welche Chargen eines Produktes getestet wurden. Es war aber schwer, diese getesteten Produkte auch im Handel, in Apotheken oder im Internet zu beziehen. Über den neuen Service können Athletinnen und Athleten nun direkt getestete Produkte bei den teilnehmenden Anbietern bestellen und dadurch ihr Risiko noch weiter minimieren. Ein deutlicher Schritt zu mehr Sicherheit - aber auch hier gilt: eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht.

3. Einführung eines Label-Checks als Listungs-Voraussetzung

Die Voraussetzungen für eine Produktlistung auf der Kölner Liste® wurden um einen so genannten Label-Check erweitert. Experten des Zentrums für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln (ZePräDo) kontrollieren dabei die Verpackungen der Produkte auf etwaige Hinweise, ob das jeweilige Produkt ein erhöhtes Dopingrisiko hat. Beanstandungen beim Label-Check haben zur Folge, dass das entsprechende Produkt nicht zu einer Laboranalyse zugelassen wird und somit keinen Eingang in die Kölner Liste® findet.

4. Abbildung von Zertifikaten zur Produktsicherheit

Unternehmen können sich unterschiedlichen Zertifizierungsprozessen von Managementsystemen sowie Produktions-Standards zur Lebensmittelsicherheit unterziehen. Für die Zertifizierung sind unabhängige, akkreditierte Institutionen zuständig, deren Zertifikate international anerkannt und akzeptiert sind. Diese bieten dann eine zusätzliche Orientierung hinsichtlich des Qualitätsmanagements bzw. der Produktsicherheit.

Die Unternehmen haben die Möglichkeit, folgende Zertifikate in der Kölner Liste® zu veröffentlichen:

  • FSSC 22000 (Food Safety System Certification 22000)
  • IFS Food (International Food Standard)
  • BRC Global Standard 
  • ISO 22000
  • ISO 9001
  • HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)
  • GMP Good Manufacturing Practice