FAQs

Im Folgenden haben wir Antworten auf häufig gestellt Fragen (FAQs) zur Kölner Liste zusammengestellt.

Welche Produkte stehen auf der Kölner Liste®?

Grundsätzlich können alle Produkte auf der Kölner Liste® gelistet werden, über deren Einnahme oder Nutzung ein Sportler unwissentlich Dopingsubstanzen zu sich nehmen kann. Dies sind in erster Linie Nahrungsergänzungsmittel, da es hierzu die entsprechenden Untersuchungen gab. Es sind aber auch andere sportaffine Ernährungsprodukte wie Sportgetränke, Müsliriegel, Brotback-Mischungen, etc…

Welche Voraussetzungen muss ein Produkt erfüllen, um auf der Kölner Liste® gelistet zu werden?

Das gelistete Produkt muss mindestens einmal am Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln auf anabol-androgene Steroide (Prohormone) und Stimulantien untersucht worden sein. Zusätzlich muss der Hersteller in einer Selbstauskunft zwei Fragen beantworten, die eine Einschätzung hinsichtlich des Kontaminations-Risikos des Produktes ermöglichen.

Welche Möglichkeiten habe ich, das Kontaminationsrisiko eines Produktes einzuschätzen?

Im ersten Schritt am besten die Antworten bei der Selbstauskunft des Herstellers kontrollieren. Ein „nein“ bei Frage 1 und ein „ja“ bei Frage 2 bietet hier die höchste Sicherheit. Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Anzahl der Produktanalysen, die jeweils bei den Produktdetails veröffentlicht werden - regelmäßige Kontrollen erhöhen die Sicherheit des Produktes. Wurde das Produkt neben anabol-androgenen Steroiden (Prohormone) auch auf Stimulantien getestet, sind die beiden größten Risikoquellen ausgeschaltet.

Hinweis: seit März 2014 ist eine Analyse auf anabol-androgene Steroide (Prohorme) und Stimulantien Listungs-Voraussetzung!

Sind Produkte auf der Kölner Liste® sicher?

Die Veröffentlichung eines Produktes auf der Kölner Liste® bedeutet nicht, dass ein Produkt grundsätzlich frei von Doping-Substanzen wie z.B. Prohormonen bzw. Anabolika oder Stimulantien ist. Es bedeutet lediglich, dass das Dopingrisiko minimiert ist. Die Einschätzung des Dopingrisikos liegt beim Sportler selbst.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind grundsätzlich mit Vorsicht zu behandeln?

Vor dem Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln in Bodybuilder-Fachgeschäften oder aus dem Internet muss eindringlich gewarnt werden: Häufig stammen die Produkte aus den USA – und von dort stammen auch die meisten Funde verbotener Substanzen in solchen Mitteln. Auch chinesische Produkte sind mit größter Vorsicht zu behandeln. Hinzu kommt, dass ausländische Produkte Substanzen enthalten können, die wegen der gesundheitlichen Risiken in Deutschland längst verboten oder nur als zugelassene Arzneimittel erhältlich sind.

Warum ist eine Analyse auf anabole Steroide und Stimulantien Listungs-Voraussetzung?

Bisherige Studien zu verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln haben gezeigt, dass die meisten dopingrelevanten Kontaminationen durch anabol-androgene Steroide (Prohorme) und Stimulantien verursacht wurden.

Was sind eigentlich Nahrungsergänzungsmittel?

Als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) werden Lebensmittel bezeichnet, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen. Sie bestehen aus Einfach- oder Mehrfachkonzentraten von Nährstoffen oder anderen Stoffen, die normalerweise mit der Nahrung aufgenommen werden. In der Regel werden sie in "Lebensmittel-untypischer", fertig dosierter Form, also etwa als Tabletten, Kapseln oder Pulver angeboten. Zu den Nahrungsergänzungsmitteln zählen Vitamine (z.B. Vitamin A, B6, C usw.) und Mineralstoffe (z.B. Magnesium, Eisen und Calzium), Aminosäuren, essentielle Fettsäuren, Ballaststoffe, Pflanzen- und Kräuterextrakte sowie Protein- und Kohlenhydrat-Konzentrate.

Im Allgemeinen gelten Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel, deshalb unterliegen sie der Lebensmittelverordnung und benötigen – anders als Arzneimittel – keine Zulassung. Sie werden demnach auch nicht auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin überprüft und unterliegen weniger strengen Kontrollen als Medikamente. Und, was noch schlimmer ist, die Hersteller sind anders als bei Arzneimitteln nicht verpflichtet, alle Inhaltsstoffe auf der Packung anzugeben.

Was ist der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln?

Im Allgemeinen gelten Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel, deshalb unterliegen sie der Lebensmittelverordnung und benötigen – anders als Arzneimittel – keine Zulassung. Sie werden demnach auch nicht auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin überprüft und unterliegen weniger strengen Kontrollen als Medikamente. Und, was noch schlimmer ist, die Hersteller sind anders als bei Arzneimitteln nicht verpflichtet, alle Inhaltsstoffe auf der Packung anzugeben.

Stehen Arzneimittel auch auf der Kölner Liste®?

Nein. Denn Arzneimittel unterliegen in der Herstellung deutlich höheren gesetzlichen Qualitätsanforderungen als  Nahrungsergänzungsmitteln. Insofern kann eine Kontamination von Arzneimitteln ausgeschlossen werden. Da alle Inhaltsstoffe von Arzneimitteln angegeben werden müssen, kann über die so genannte Rote Liste anhand der Inhaltsstoffe erkannt werden, ob Substanzen, die auf der Dopingliste stehen, enthalten sind.

Wie komme ich an Infos von Produkten, die nicht auf der Kölner Liste® stehen?

Informationen zu Produkten, die nicht auf der Kölner Liste® gelistet sind, können beim Hersteller eingeholt werden, am besten durch eine Kontaktaufnahme über die Produkt- oder Unternehmens-Homepage.

Wie kommt es eigentlich zu Verunreinigungen bei Nahrungsergänzungsmitteln?

Verunreinigungen treten entweder durch bewusstes Beimischen von Dopingsubstanzen auf, wodurch ein Hersteller versucht, die Wirksamkeit eines Produktes zu erhöhen, oder es handelt sich um unbeabsichtigte Kontamination durch unzureichende Reinigung der im Produktions- oder Verpackungsprozess beteiligten Maschinen. Beispielsweise führen Produzenten, deren Produktpalette auch Prohormone und/oder Stimulantien enthält, eine nur unzureichende Reinigung der Produktions- und Verpackungsmaschinen durch. Bei der Produktion und Verpackung von an sich sauberen Nahrungsergänzungsmitteln kommt es somit zu Kontaminationen. Dies ist auch deswegen leicht möglich, da Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln nicht GMP-Bedingungen (Good Manufacturing Practices) erfüllen müssen wie dies für Produzenten von Medikamenten gilt.

Was ist mit Produkten, die nicht auf der Kölner Liste® stehen?

Grundsätzlich können die Anbieter der Kölner Liste® nur Informationen zu Produkten geben, die auf der Kölner Liste® gelistet sind. Informationen zu allen anderen Produkten müssen im Einzelfall beim Hersteller eingeholt werden.

In welchem Labor werden die Nahrungsergänzungsmittel analysiert?

Die Nahrungsergänzungsmittel, die auf der Kölner Liste® stehen, wurden am Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln auf anabol-androgene Steroide (Prohormone) und auf Stimulantien analysiert.

Kann ein Produkt auch in einem anderen Labor analysiert werden?

Voraussetzung zur Listung eines Produktes auf der Kölner Liste® ist eine einmalige Analyse auf anabol-androgene Steroide (Prohormone) und Stimulantien am Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln. Dadurch wird eine Vergleichbarkeit der Analyseergebnisse im Bezug auf die angewendeten Analyseverfahren und bestehenden Qualitätsstandards einer wissenschaftlichen Institution gewährleistet. Überdies kann ein Unternehmen sein Produkt zusätzlich auch in einem anderen geeigneten Labor analysieren lassen. Diese Analyseberichte kann das Unternehmen dann im Bereich „Bemerkungen des Herstellers zum Produkt“ veröffentlichen.

Was muss ein Hersteller beachten, der sein Produkt zur Analyse einsenden will?

Das Zentrum für präventive Dopingforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln benötigt für die Analyse eine originalverpackte Verbrauchseinheit des Produktes. Sollte diese weniger als 30 g beinhalten, sollten weitere Packungen derselben Chargennummer eingeschickt werden. Aus mehreren Teilproben bestehende Produkte müssen getrennt behandelt und entsprechend vom Labor auch getrennt abgerechnet werden. Weiterhin benötigt das Labor einen schriftlichen Analysenauftrag mit allen offiziellen Unternehmensdaten (inkl. Rechnungsanschrift oder auch VAT-Number bei Sitz im Ausland), in dem auch angegeben ist, welcher Analysenumfang durchgeführt werden soll.

Wie lange dauert die Analyse eines Produktes?

In der Regel muss ab Probeneingang mit einem Analysezeitraum von 2-3 Wochen gerechnet werden. Je nach Beschaffenheit des Produktes kann der Analyseaufwand aber variieren, insbesondere dann, wenn ein Produkt zum ersten Mal am Zentrum für präventive Dopingforschung analysiert wird.

Wer bekommt das Analyseergebnis?

Der Auftrag gebende Hersteller erhält nach Analyseabschluss per Post den entsprechenden Analysebericht des Labors. Um die Analyse auf der Kölner Liste® zu veröffentlichen, sendet der Hersteller die Laboranalyse entweder im Original per Post oder als Fax an die Agentur HEIMSPIELE (Faxnummer: +49 (0)221-99595929), da diese aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Analysen durch das das Zentrum für präventive Dopingforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln erhält.

Wohin muss ich als Hersteller meine Produkte schicken?

Hersteller senden ihr(e) Produkt(e) an Frau Dr. Ute Mareck vom Zentrum für präventive Dopingforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln:

Zentrum für präventive Dopingforschung
Deutsche Sporthochschule Köln
Dr. Ute Mareck
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

Tel.: +49 (0)221/4982-6310
Fax: +49 (0)221/497-3236
Mail: supplements@remove-this.biochem.dshs-koeln.de

Wie finde ich mein Produkt auf der Kölner Liste®?

Über das Anklicken des Buttons „Produkt-Datenbank" und nach Zustimmung der Vorab-Information zur Nutzung der Kölner Liste® gelangt der Nutzer zur Datenbank. Dort kann einerseits über die Suchfunktion nach dem gewünschten Produkt gesucht werden, anderseits sind die einzelnen Rubriken auch über die Pfeil-Funktion zu sortieren. Hierbei sollte zunächst die Anzahl der angezeigten Produkte auf "500" gesetzt werden.

 

Durch ein Anklicken das Produktes erhalte ich detaillierte Informationen zum Hersteller und zum Produkt sowie die zur Einschätzung notwendigen Informationen wie Analyseberichte und beantwortete Fragen der Selbstauskunft.

Wer steckt hinter der Kölner Liste®?

Die Kölner Liste® ist eine Initiative des Olympiastützpunktes Rheinland, der damit seiner Sorgfaltspflicht  gegenüber den betreuten Spitzensportlern gerecht werden möchte. Wissenschaftlicher Partner der Kölner Liste® ist das Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln (ZePräDo). Die Umsetzung der Kölner Liste® wird über die Partner-Agentur HEIMSPIELE gewährleistet.